Innsbruck baut auf Klimaschutz

Noch nie zuvor wurden bei einer „Exkursion“ in nur drei Stunden so viele zukunftsweisende Gebäude absolviert. Die Passivhaus-Bewohner von über 1.500 Wohnungen in 37 Leuchtturmobjekten feuerten die 200 Läufer, Skater und Radfahrer an, die auf Entdeckungstour für mehr Klimaschutz waren. Auch die Begeisterung der Teilnehmer des ersten innsbruck passathon war groß, als sie die vielfältige Architektur und Nutzungen der Passivhäuser sahen. Diese 37 Plusenergie- und Passivhäuser entlang der innsbruck passathon Route sparen enorme 562 Millionen kWh Energie in den nächsten 40 Jahren ein. Das RACE FOR FUTURE soll motivieren, zum Wohl der Bevölkerung nun endlich diesen klimaschonenden Baustandard flächendeckend in Österreich umzusetzen.

Am 30. August ging der innsbruck passathon erstmals über die Bühne. Gemeinsam mit Ursula Schwarzl, Stadträtin Umwelt, Energie und Mobilität, sowie Stephanie Holzer von Happy Fitness, Sebastian Kaufmann, Moderator von Life Radio Tirol und Günter Lang, Initiator des passathon, begaben sich 200 voll motivierte Teilnehmer mit Rädern, Skates oder zu Fuß auf den innsbruck passathon, dem Passivhaus-Marathon. Auf einer Strecke von 18 Kilometern wurden so 37 herausragende Leuchtturmobjekte mit insgesamt 121.000 Quadratmeter Nutzfläche quer durch Innsbruck absolviert. Mehr als die Hälfte der Objekte waren Geschoßwohnbauten der NEUEN HEIMAT TIROL und mehr als ein Drittel stammte von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft, welche alle öffentlichen Innsbrucker Bauten in Passivhaus-Standard errichtet. Es befanden sich sowohl Neubauten als auch Altbausanierungen unter den Beispielen die zeigten, dass der Gebäudesektor bei engagierter Umsetzung der Energieeffizienz bis 2050 seinen gesamten Energiebedarf halbieren kann.

Das Mitmachen zählte und nicht die Geschwindigkeit. Der sogenannte passathon - Passivhaus-Marathon - hat zum Ziel, in einer Region auf einer Halb-Marathon bis Marathon Distanz möglichst viele Passivhäuser und Plusenergiegebäude zu absolvieren. Dies soll auf sportliche Weise die Leistungen einzelner Regionen wie auch die Dringlichkeit von engagierten Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudesektor aufzeigen.

 Die passathon Punkteauswertung

Kategorien vienna passathon innsbruck passathon
Gebäudetypen 61 81
Energetischer Standard 56 70
Gebäudegröße 73 74
Passivhaus-Nachweis 44 63
Primärenergie Einsparung 1.405 563
Teilnehmer 2.050 440
Wertungspunkte 3.689 1.291

Nach den ersten beiden passathons führt Wien mit 3.689 Wertungspunkten klar vor Innsbruck mit 1.291 Punkten in der Regionenwertung. Bereits am 14. September wird der niederöstereich passathon starten. Mal sehen, welchen Platz Niederösterreich einnehmen wird, wenn es wieder heißt: „passathon – RACE FOR FUTURE“.

Die Initiative passathon wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, sowie dem Klimafonds, ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich, der Energie-& Umweltagentur Niederösterreich und der Standortagentur Tirol unterstützt. Als Hauptsponsoren unterstützen diesen nachhaltigen Event die Bundesimmobiliengesellschaft, die Innsbrucker Kommunalbetriebe, die Netzwerkorganisationen Passivhaus Austria und die International Passive House Association, die Unternehmen Austrotherm Dämmstoffe, Josko Fenster und Türen, sowie die Gemeinnützige WohnungsGmbH Neue Heimat Tirol und die Innsbrucker Immobiliengesellschaft.


Faktenbox:

Innsbruck weist weltweit die höchste Dichte an Passivhäusern unter Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern auf. Gemeinnützige Bauträger wie die Neue Heimat Tirol oder die Innsbrucker Immobilien Gesellschaft errichten alle ihre Neubauten in Passivhaus-Standard und auch die Sanierungen in Topqualität.

Passivhäuser haben einen um 80% geringeren Heizwärme- und Kühlbedarf als derzeitige Neubauten nach Bauordnung. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Bewohner profitieren von geringeren Energiekosten und frischer Luft rund um die Uhr unabhängig von Straßenlärm, Pollen und Wettereinflüssen.